Sonntag, 12. März 2023

Schneeballbeeren und Auenwälder

 Neulich habe ich im Fernsehen einen Beitrag gesehen, wo Ukrainerinnen aus den Schneeballbeeren Marmelade für ihre Männer an der Front gekocht haben. Und ich habe mich gefragt, ob diese nicht giftig sind. Nach hinreichender Recherche bin ich auf Rezepte und Internetseiten gestoßen, wo Produkte dieser Beeren sogar auf den Markt gekommen sind. Nein nicht aus Deutschland, eher in Osteuropa und der Türkei, wo man solche Beeren verarbeitet und auch verkauft. Getrocknet, als Saft, Tinktur und Gelee. Die Rede ist vom gemeinen Schneeball. Viburnum. Ich habe mich an einem freien Nachmittag gleich auf den Weg gemacht, um Beeren zu ernten. Wie man sieht, sind dort auch noch jede Menge dran, als ich dort ankam. 

Schneballbeeren im Auenwald
Schneeballbeeren


 Hier in den Auenwäldern wachsen sie massenhaft und keiner würde nun auf die   Idee kommen, die Beeren zu ernten, um sie   zu verarbeiten. Einzig und allein die  Schneedrossel frisst von den Beeren im Winter. Nachtfröste gab es schon in den vergangenen Tagen, so dass die Bitterstoffe weitestgehend aus den Beeren verschwunden sein dürften.Zuhause habe ich dann ein Gelee gekocht und was soll ich sagen? Gar nicht so übel.Aber dennoch: Nicht geeignet für empfindliche Personen, da diese Beeren als giftig gelten. Nachfolgend ein Bild von der Verarbeitung: 






Wer wissen möchte, wie es schmeckt: Geschmacksache, ein wenig wie Johannisbeeren, etwas bitter, wie man es von Ebereschen kennt. Das Rezept nachfolgend: Einige Beeren, Gelierzucker nachdem Abwiegen der Beeren und je nach Wunsch, Zitronensaft, (ich habe eine Pampelmuse dazu genommen) alles zusammen aufkochen lassen, durch ein Sieb streichen und mit dem Gelierzucker einkochen, in gewohnter Weise. Ich finde es lecker. 






by Susann K. ♥♥

Schneeballbeeren und Auenwälder

  Neulich habe ich im Fernsehen einen Beitrag gesehen, wo Ukrainerinnen aus den Schneeballbeeren Marmelade für ihre Männer an der Front geko...